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Schwangere Frauen benötigen eine besonders gesunde Ernährungsweise

29.10.2010
von Sven-David Müller
(Kommentare: 0)
Warum Schwangere kein Softeis und keinen Rohmilchkäse essen sowie Schwarztee trinken dürfen!

(Berlin – 29. Oktober 2010): Die Geburtszahlen in Deutschland sind auf den absoluten Tiefstand seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland gesunken. Aber neben den offensichtlichen sozialpolitischen Problemen stellt die Schwangerschaft und Stillzeit an Frauen auch andere besondere Anforderungen, informiert heute das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. (DKGD). Sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit benötigen Frauen eine besondere Ernährungsweise. Auch Entspannung und Bewegung dürfen in der Schwangerschaft nicht zu kurz kommen. In der Schwangerschaft und Stillzeit benötigen Frauen eine ausgewogene, gesunde Ernährungsweise und müssen doch auf einige Lebensmittel wie beispielsweise Rohmilchkäse oder Tartar verzichten. Immer mehr schwangere Frauen leiden unter Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) und starker Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, und schwere Neugeborene stellen einen Risikofaktor für eine Vielzahl von Krankheiten bei Mutter und Kind gleichermaßen dar. Der jetzt erschienene Ernährungsratgeber Schwangerschaft bietet werdenden Müttern und stillenden Frauen viele Tipps und Tricks, die eine optimale Ernährungsweise gewährleisten, und macht deutlich, dass bestimmte Lebensmittel strikt zu meiden sind, um die Gesundheit von Mutter und Kind nicht zu gefährden. Das Buch räumt aber auch mit Vorurteilen wie „Jedes Kind kostet einen Zahn“ auf. Für die Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit gilt nach den Autoren das Credo „Qualität statt Quantität“. Die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft sollte bei dünnen Frauen zwölf Kilogramm nicht unterschreiten und bei übergewichtigen Frauen sieben bis zehn Kilogramm nicht überschreiten.

Schwangere und Stillende benötigen mehr
Schwangere und stillende Frauen benötigen insbesondere mehr Protein, Eisen, Jod, Zink, Vitamin A, Vitamin B6 sowie Folsäure und Vitamin C. Während der erhöhte Protein-, Jod- sowie Zinkbedarf problemlos über mageren Seefisch, magere Milchprodukte oder mageres Fleisch zu decken ist, müssen in dieser Phase des Lebens gezielt Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Gynäkologen empfehlen Frauen schon präkonzeptionell die Einnahme von Folsäure. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte weiterhin das B-Vitamin Folsäure eingenommen werden. Der erhöhte Vitamin C-Bedarf ist problemlos über Kartoffeln, Pilze, Beerenfrüchte oder Paprika zu decken. Eisenmangel-Anämien bestimmen häufig die Schwangerschaft, und fast jede Frau leidet darunter – oftmals trotz Eisen-Nahrungsergänzungsmitteln – und entwickelt dadurch zusätzlich eine Verstopfung (Obstipation). Um die Eisenaufnahme zu verbessern, ist regelmäßiger, möglichst täglicher Fleischkonsum zu empfehlen. Dagegen sollte schwarzer Tee gemieden werden, um die Eisenaufnahme nicht zu vermindern. Vitamin C beispielsweise aus Orangensaft verbessert die Eisenaufnahme. Bei einer mangelhaften Eisenversorgung kann es zur verminderten Gehirnentwicklung beim Fötus kommen. Über eine gezielte Nahrungsergänzung sollten Schwangere und Stillende mit ihrem Gynäkologen sprechen. Leider übernehmen nicht alle Krankenkassen die Kosten der notwendigen Vitamin- und Mineralstoffpräparate.

Listerien und auch Kaffee gefährden Schwangere und Babys
Rohmilch und Rohmilchkäse wie beispielsweise Rohmilchcamembert können Listerien enthalten. Das sind Mikroorganismen (Bakterien), die zu Fehlgeburten und schweren Erkrankungen des Neugeborenen führen können. Auch ungegartes Fleisch wie Tartar oder Mettgut ist in der Schwangerschaft zu meiden, da es Toxoplasmen enthalten kann. Salmonellen-Infektionen sind in der Schwangerschaft für Mutter und Fötus besonders gefährlich. Daher dürfen Schwangere keine rohen Eier oder mit rohem Ei zubereitete Soßen verzehren. Auch Softeis stellt ein Salmonellenrisiko dar. Selbstverständlich ist Alkohol in der Schwangerschaft und Stillzeit tabu, aber auch andere Getränke sollten gemieden werden. Aktuelle Studien zeigen, dass Schwangere und Stillende nicht zuviel Kaffee trinken sollten. Die Obergrenze liegt bei vier Tassen täglich. Aber vor einer guten Tasse Kaffee zum Frühstück müssen Schwangere und Stillende natürlich nicht zurückschrecken. Rauchen gefährdet wie andere Drogen Mutter und Kind gleichermaßen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten sich Frauen nicht vegan ernähren und für die Gehirnentwicklung beim Fötus ausreichend Omega-3-Fettsäuren sowie Lecithin aufnehmen.

Ernährungsratgeber Schwangerschaft zeigt Ernährungsanforderungen auf
Der Ernährungsratgeber Schwangerschaft von Sven-David Müller und Christiane Weißenberger zeigt Schwangeren und Stillenden auf, welche Ernährungsanforderungen Schwangerschaft und Stillzeit an sie stellen. Im ersten Teil vermitteln die Autoren die ernährungswissenschaftlich begründeten Anforderungen an die Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit. Im Anschluss zeigen die Autoren in 45 leckeren Rezepten auf, dass Schwangerschaft und Stillzeit nicht bedeuten, dass Genießen nicht erlaubt ist. Der Ernährungsratgeber Schwangerschaft enthält auch hilfreiche Tipps, die sich beispielsweise der Schwangerschaftsübelkeit und dem Gestationsdiabetes widmen. Alle Rezepte sind alltagstauglich und für die gesamte Familie geeignet. Christiane Weißenberger und Sven-David Müller haben alle Rezepte in der Lehrküche erprobt.

Christiane Weißenberger und Sven-David Müller sind anerkannte Ernährungsexperten
Sven-David Müller und Christiane Weißenberger gehören als staatlich anerkannte Diätassistenten zu den bekanntesten Ernährungsautoren in Deutschland. Sie haben bereits mehr als zwanzig Ernährungsratgeber verfasst. Christiane Weißenberger hat sich zur Diabetesassistentin weitergebildet und ist in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis tätig. Sie ist Mutter von zwei Kindern und weiß, welche Anforderungen Schwangerschaft und Stillzeit an die Ernährungsweise stellen. Sven-David Müller hat angewandte Ernährungsmedizin studiert und mit dem akademischen Grad Master of Science in Applied Nutritional Medicine abgeschlossen. Für seine Verdienste um die Ernährungsaufklärung hat er das Bundesverdienstkreuz erhalten. Sven-David Müller ist erster Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V..

Bibliografische Daten:
Ernährungsratgeber Schwangerschaft
Sven-David Müller und Christiane Weißenberger
Schlütersche Verlagsgesellschaft
12,90 Euro

Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2006 dafür ein, dass der medizinischen Prävention in Deutschland mehr Gewicht beigemessen wird. Die Institution fordert und fördert die ganzheitliche Gesundheitsförderung auf wissenschaftlicher Basis. Dabei kommt insbesondere der Interdisziplinarität eine große Bedeutung zu. Nur wenn Ärzte, Ernährungsfachkräfte, Psychologen und Pädagogen sowie Bewegungsexperten sinnvoll im Team zusammenarbeiten, hat medizinische Prävention tatsächlich einen Sinn.

Buchtipps für Schwangere:
Das Kalorien-Nährwert-Lexikon, Schlüterscher Verlagsgesellschaft
Die 50 besten und die 50 gefährlichsten Lebensmittel, Schlütersche Verlagsanstalt
Mythos Süßstoff, Knaur Verlag

Linktipps für Schwangere und Stillende:
www.dkgd.de

Autor: Sven-David Müller, Master of Science in Applied Nutritional Medicine (Angewandte Ernährungsmedizin), Medizinjournalist, Wendenschloßstraße 439, 12557 Berlin, info@svendavidmueller.de
Korrektorat: Mareike Carlitscheck, mcarlitscheck.lektorat@email.de

VISPR: Vorstand des Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V., kompetenzzentrum@email.de, Deutsches Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V., c/o Susann Nicklaus - MediaDesign, Geschäftsstelle des DKGD, Waldemarstr. 87, 10997 Berlin, Tel.: 0176–96544321, Mail: susemediadesign@web.de.

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