Leser

Gluten

Gluten ist ein Klebereiweiß, das in den Getreidearten Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste vorkommt. Gluten ist entscheidend für die Backfähigkeit von Mehl. Durch den Cysteingehalt dieses Proteins entsteht die klebrige und elastische Beschaffenheit des Glutens.
Bei der Zöliakie des Säuglings oder Kindes und der einheimischen Sprue des Erwachsenen werden die Dünndarmzotten durch das Gluten geschädigt, oder im fortgeschrittenen Stadium zerstört.
Es werden zwei Ursachen dieser Schädigung diskutiert, einmal eine Antikörperbildung, also eine allergische Reaktion, oder das Fehlen eines Enzyms.

Der Schweregrad der Schleimhautschädigung ist unterschiedlich und somit auch die daraus resultierende Beeinträchtigung der Nährstoffabsorption.
Bereits im ersten Lebensjahr können die typischen Symptome auftreten, zu denen Durchfälle, andauernde Bauchschmerzen, fehlender Appetit und Müdigkeit zählen. Später treten auch Gewichtsabnahme, Schwäche, Mangelerscheinungen, Haarausfall und Blutarmut auf.
Glutenfrei sind Getreidearten wie Mais, Reis, Hirse, Buchweizen und Amaranth.

Zuletzt aktualisiert am 22.01.2016 von Marco Gau.

Zurück

© All rights reserved