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Harnsäure

Im Körper werden ständig Nukleinbasen ab– und wieder aufgebaut.
Die momentan nicht gebrauchten Bausteine (Pyrimidin- und Purinbasen) werden weiter abgebaut.
Endprodukt der Purinbasen ist die Harnsäure, die beim Gesunden über die Niere ausgeschieden wird.
Bei einer erblichen Ausscheidungsstörung ist bei vielen Menschen, vor allem bei Männern, die Harnsäurekonzentration im Blut erhöht. Dadurch besteht die Gefahr, dass die schlecht wasserlösliche Harnsäure in Salzform (Urat) auskristallisiert, insbesondere in der Gelenkflüssigkeit. Da die Kristalle das Gewebe sehr stark reizen, kann es in den Gelenken zu einer akuten Entzündungsreaktion kommen – ein akuter Gichtanfall.

Je höher der Gehalt an Purinen in einem Lebensmittel ist, desto mehr Harnsäure entsteht daraus.
Purinarme Lebensmitteln mit einem Gehalt bis 50 Milligramm Purine pro 100 Gramm sind zum Beispiel Milch- und Milchprodukte, Teigwaren, Reis, Fette, Kartoffeln und Obst.
Purinreich hingegen sind zum Beispiel Produkte wie Fleisch und Fleischwaren, Fisch, Schalen– und Krustentiere, Hefe, Gelatine und Hülsenfrüchte.

Zuletzt aktualisiert am 22.01.2016 von Marco Gau.

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