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Histamin

Histamin ist ein biogenes Amin. Biogene Amine entstehen im Stoffwechsel durch Decarboxylierung von Aminosäuren. Sie werden im menschlichen Organismus enzymatisch auf – oder abgebaut.
Toxisch wirken Histamine, wenn die Aufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt schneller erfolgt, als der enzymatische Abbau.
Bei mikrobiellem Verderb von Lebensmitteln – insbesondere von Fisch – können größere Mengen an Histamin entstehen.
Konzentrationen von mehr als 1000 Milligramm Histamin pro Kilogramm Lebensmittel werden als bedenklich angesehen. Die Histaminaufnahme mit der Nahrung hat die gleiche Wirkung wie die Histaminbildung bei einer Allergie.
Bei der Antigen-Antikörper-Reaktion wird im Falle einer Allergie ebenso Histamin freigesetzt.

Unter Histaminintoleranz (HIT) versteht man die Unverträglichkeit von mit der Nahrung aufgenommenem Histamin.
Die Symptome sind Kopfschmerzen, Herzrasen, Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfällen, Bauchschmerzen, Sodbrennen, Brechreiz, niedriger Blutdruck, Schwellungen der Augenlider, Hautrötungen und Hitzewallungen.
Besonders viel Histamin enthalten bakteriell fermentierte Lebensmittel, wie Wein, Sauerkraut, Salami, Schinken, Fischkonserven, alter Käse, Bier, Hefe und Essig.

Zuletzt aktualisiert am 22.01.2016 von Marco Gau.

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