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Kohlenhydrate

In den westlichen Industrieländern werden etwa 50 Prozent der Gesamtenergie in Form von Kohlenhydraten aufgenommen. Davon im Durchschnitt 20 Prozent in Form von Zucker.
Kohlenhydrate bestehen im kleinsten aus Monosacchariden (Glukose, Fruktose, Galaktose, Mannose). Kohlenhydrate können nur in Form der Monosaccharide resorbiert werden. Es müssen folglich die mit der Nahrung aufgenommenen Poly- Oligo- und Disaccharide in diese kleinsten Bausteine aufgespalten werden.
Hierbei fällt hauptsächlich Glukose (Traubenzucker) an. Sie ist das wichtigste energieliefernde Molekül des Menschen. Das Gehirn deckt seinen Energiebedarf fast ausschließlich über Glukose. Speicherform der Glukose ist das Glykogen. Es bildet einen schnellverfügbaren Energiespeicher, der für etwa einen Tag den Grundumsatz decken kann.
Wenn die Glykogenspeicher in der Leber und im Muskel aufgefüllt sind, werden die überschüssig aufgenommenen Kohlenhydrate in der Leber zu Fett umgebaut und im Fettgewebe gespeichert.
Auch eine zu reichliche Kohlenhydratzufuhr kann so zu Übergewicht führen.
Bei einer Kohlenhydratunterversorgung oder im Hungerzustand werden Proteine in der Leber für die Neubildung von Glukose herangezogen. Bei einer ausreichenden Kohlenhydratzufuhr können die Proteine für andere Stoffwechselfunktionen genutzt werden.
Zwei Drittel unseres Kohlenhydratbedarfes sollten durch Polysaccharide (Stärke) gedeckt werden. Hierfür eignen sich besonders Vollkornprodukte, Kartoffeln, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte.
Das restliche Drittel kann durch Mono- und Disaccharide gedeckt werden.
Das sind zum Beispiel Haushaltszucker und Traubenzucker sowie alle Lebensmittel, die diese Stoffe in hohem Maße enthalten, wie Süßigkeiten, Kuchen, Eis und Softdrinks.

Zuletzt aktualisiert am 22.01.2016 von Marco Gau.

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