Leser

Natrium

Der Natriumbestand im menschlichen Organismus beträgt etwa 70 Gramm. Natriumionen befinden sich hauptsächlich im intrazellulären Raum. Ein Drittel des Natriumbestandes ist in den Knochen gespeichert, er kann bei Mangelzuständen wieder an das Blut abgegeben werden.
Die Ursachen einer Unterversorgung können Durchfall, Erbrechen, starkes Schwitzen oder vermehrte Harnausscheidung sein. Folgen sind extrazelluläre Austrocknung, Abnahme des Blutvolumens oder ein relativer Anstieg der Erythrozytenzahl. Symptome sind Übelkeit, niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, Apathie und Muskelkrämpfe. Die Unterversorgung kann auch durch den Genuss natriumarmer Getränke nach sehr starkem Schwitzen ausgelöst werden.
Die schlimmstenfalls daraus resultierende erhöhte Wasseraufnahme in die Zellen (Gehirn!) wird als Wasserintoxikation bezeichnet.
Eine Überversorgung kann durch exzessive Zufuhr (mehr als 6 Gramm Kochsalz) von Natrium entstehen. Die Folge ist die Erhöhung der Natriumkonzentration im Plasma und ein Anstieg des Blutvolumens. Die Symptome können Bluthochdruck bei natriumsensitiven Personen, Ödeme, Austrocknung der Haut und Schleimhaut und im Extremfall Herzversagen sein.

Zuletzt aktualisiert am 22.01.2016 von Marco Gau.

Zurück

© All rights reserved